Es war mal wieder einer dieser Tage an denen man das Haus besser nicht verlässt. Einer dieser widerlichen roten Stürme fegte über die Häuser und lies die Stadt mit seinem Donner vibrieren. Roeh und ich saßen in der kleinen staubigen Werkstatt. Vor uns, auf dem Tisch, lag ein halb aus einander genommener ComLink-Knoten. In einer Ecke war ein TailorBot gerade dabei uns einen Kaffee zu synthetisieren. Lange hatten wir überlegt, was wir mit dem alten Omni-Ersatzteil machen sollten.
Meine Überlegung war es, einen Kanal zu schaffen den jeder Fixer zum Austausch mit Gleichgesinnten nutzen kann. Wir sind alle in dem selben Club und doch wird die Kommunikation untereinander dadurch beschränkt, dass nur Omni, Clan oder Neutrale Kanäle benutzt werden können. Da auch Roeh von der Idee begeistert war machten wir uns an die Arbeit. Nach vielen Stunden, fragt besser nicht wie viele, war es vollbracht. Wir hatten einen Knoten geschaffen, der einige hundert Meter senden konnte. Was uns jetzt noch fehlte war ein genügend großer Verstärker.
Wir entschieden uns für die Sende-Antenne in Borealis. Wir hatten nur ein entscheidendes Problem. Das verdammte Ding ist 40 Meter über dem Erdboden montiert. Die folgenden Tage verbrachten wir viel Zeit damit einen Weg nach oben zu finden. Ofoz war wohl der Meinung, dass im Hinterzimmer des Rüstungsladens ein Aufzug wäre; das war uns aber doch zu auffällig. Wir besorgten uns zwei Hakenwerfer und beobachteten die Wege der etwas desinteressierten Wache. Wir verabredeten uns gegen 23:00 wieder an Ort und Stelle und verliessen den Ort in getrennte Richtungen.
Ich war etwas eher mit meinen Missionen für den Tag fertig und Stress wollte ich mir keinen machen, ich war also schon etwas eher an Ort und Stelle. Ich kümmerte mich zunächst um die Wache. Der arme Kerl muss doch Durst gehabt haben. Also gab ich ihm ein ganz spezielles Wasser. Die Wache musste wohl ein dringendes Geschäft erledigen, jedenfalls habe ich selten eine Wache so rennen sehen. Später sah ich aus den Augenwinkeln einen Schatten näher kommen. Ich musste nicht lange überlegen, es war Roeh, wie immer 5 Minuten zu spät. Keine Begrüßung, wir legten gleich los. Nur die Hakenwerfer-Geräusche waren zu hören *zisch ... surrrr ... klonk*. Wir ließen uns nach oben ziehen und begutachteten die Lage.
Die Abdeckung war schnell entfernt und auch der Knoten war schnell eingebaut. Die Schnittstellen mussten nun noch konfiguriert werden. Gesagt getan nun läuft das Ding. Wegkommen war das geringste Problem. Ich war nach 6, Roeh nach 90 Sekunden im Grid. Der Testlauf war erfolgreich. Selbst in Omni1 klappte die Verbindung tadellos. Die nächsten Tage sollen zeigen, ob es sich lohnt das Ding weiter zu betreiben.....
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