19-06-2009, 09:39
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#1
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Make a Warrior Cry
Vorwort
Hallo,
nach 8 Jahren Rollenspiel in AO dachte ich mir, das es Zeit wird, mal die eine oder andere Geschichte zu schreiben, die sich ereignet hat. Es ist nicht leicht, sich an alles zu erinnern, aber ich hoffe, allen Spieler/innen, ehemaligen und noch gegenwärtigen, gerecht zu werden. Ich hoffe, ihr spart nicht mit Kommentaren und Kritik. Es ist mein erster, ernsthafter Versuch dahingehend. Ich wünsche euch viel Spaß.
Gruß,
die Spielerin
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Das Cup in West Athen war gut gefüllt und die Stimmung heiter. Seit Wochen hatte man bei Clan nichts mehr über Angriffe Seitens Omni-Tek gehört. Ein weiterer Bürgerkrieg war zu Ende. Es wurde gelacht, gescherzt und getrunken. Musik spielte im Hintergrund und die Bartender hatten alle Hände zu tun. Mitten drin saß eine Teenagerin, die bereits zwei Gläser Bier hinter sich hatte. Das dritte stand nun vor ihr und sie starrte darauf. Das fröhliche Stimmengeschwirr nervte sie. Ringe unter ihren Augen verrieten, wie es ihr in den letzten Nächten ergangen war. Die ganze Zeit starrte sie auf ein Foto vor sich. Dann gab sie sich einen Ruck und begann damit, das dritte Glas leer zu trinken.
„Bartender, einen Cherry.“
Ein Mann setzte sich neben dem Mädchen an den Thresen. Dieses sah kurz zu ihm rüber. Dunkelhäutig, Glatze, Anfang 30. Schätzungsweise. Relativ groß, gemessen an ihre 1,64m. Definitiv zu alt für irgendwas. Alexiel sah wieder auf das Foto. Sie sah besorgt aus. Allein zu Hause rumsitzen wollte sie nicht. Der Mann nahm seinen Cherry in Empfang und beugte sich etwas zu ihr rüber.
„Na, alleine hier? So ein junges Ding wie du?“
Sie ließ die Augen rollen, sah ihn noch mal an und hob eine Augenbraue an.
„Na, verzweifelt? Das du alter Knacker dich schon an 17-jährige ranmachst?“
Sie wartete keine Antwort ab, sondern nahm das Foto und ihr Bier und setzte sich an die andere Bar. Sie hatte erkannt, wer es war. Er war einer von denen auf der Namensliste. Sie kontaktierte die Schattenleute.
Der Mann lächelte wissend, trank in Ruhe seinen Cherry und ging dann zu ihr rüber. Er stellte sich hinter sie, holte etwas aus seiner Manteltasche heraus. Dieses legte er direkt vor ihr auf das Bild.
„Ich soll dir das geben, Alexiel.“
Er kam näher heran und betrachtete ihr Gesicht von der Seite. Etwas Lauerndes lag in seinem Blick. Sie achtete nicht darauf, sondern starrte auf die schwarze Karte mit dem silbernen, gestanzten Kreuz darauf. Ihre Augen weiteten sich. Wie aus der Ferne hörte sie die Stimme des Überbringers, der nun mit seinem Gesicht dicht an ihrem Ohr war und fies grinste.
„Er lässt Folgendes ausrichten: Schach – Matt!“
Mit zittrigen Händen nahm sie die Karte und klappte sie auf. Kurz darauf verschwamm die Sicht vor ihren Augen und heiße Tränen tropften darauf. Ihr blieb die Luft weg. Sie keuchte auf und presste die Karte fest an sich. Ihr ganzer Körper verkrampfte sich.
Geändert von Alexiel Nightw. (17-07-2009 um 13:24 Uhr).
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19-06-2009, 10:01
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#2
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Kapitel 1: Zukunft
Ungelöste Rätsel
„Onkel Devin, Onkel Deeeevin!“ Devin 'Erendir' Cervenak unterbrach das Gespräch mit seiner Frau Andria 'Nellodee' Cervenak und sah den beiden kleinen Mädchen entgegen, die mit aufgeregten Gesichtern auf ihn zustürmten. Er lächelte. Das 6-jährige Mädchen, eine Solitus, war schnell. Aber die 4-jährige Opifex stand kaum in der Geschwindigkeit nach. Völlig aus der Puste standen sie auch schon vor ihm. „Onkel Devin, was sind Kronjuwelen!?“
Andria und Devin sahen die zwei verblüfft an. Stumm blickten sie sich danach einander an. Der Soldat erlitt kurz darauf einen Hustanfall, während die Adventurin herzlich auflachte. „Ja Schatz. Dann mal los. Erklär es ihnen.“
Sie lehnte sich auf der Liege zurück und genoss die beiden Sonnen auf ihrer Haut.
„Ja, also...“ Er sah die beiden Mädchen hilflos an, die ihn neugierig anstarrten. Das Solitusmädchen steckte kurz den Kopf mit der Opifex zusammen und sie tuschelten. Dabei schielten beide auf die Hose von Erendir. Dieser räusperte sich prompt. „Monique, Destiny, woher habt ihr den Begriff?“ „Ne Tante meinte, Moni darf ihm nicht in die Kronjuwelen treten.“ Destiny klang verwirrt. „Dabei hast du doch gesagt, das wir nem Mann zwischen die Beine treten sollen, wenn er zu nah kommt!“ Monique schmollte und sah stur den Soldaten an.
Hilfe suchend sah dieser zu Andria, die sich das Lachen kaum noch verkneifen konnte. „Hilf mir doch.“ Devin fand das nicht lustig. Seine Frau hüstelte. „Das erklären wir euch, wenn ihr älter seid.“ Damit schien das Thema für sie erledigt zu sein. „Genau. Und jetzt geht schön wieder spielen. Und vergesst, was ich gesagt habe. Das mit dem zutreten ist doch keine gute Idee. Rennt lieber weg.“ Damit lehnte sich auch er in die Liege zurück und nahm erleichtert sein Buch zur Hand, das er zu lesen angefangen hatte.
Weder Monique noch Destiny sahen zufrieden aus, als sie wieder loswuselten. „Erwachsene sind doof!“ Das Mädchen sah Destiny an und die Opifex nickte bestätigend. „Ich will nie erwachsen werden.“ Es klang nicht einfach nur trotzig, sondern wie ein Versprechen. „Au ja, lass uns schwören, das wir nie erwachsen werden!“ Monique schnappte mit ihrem rechten, kleinen Finger begeistert den von Destiny zum einhäkeln. Beide sahen sich fest an und sprachen gleichzeitig: „versprochen ist versprochen und wird nicht gebrochen! Den letzten beißen die Hunde!“ Danach überlegten beide, was denn nun mit Kronjuwelen gemeint sein könnte.
Sie wurden gestört von Jennifer 'Tarjila' Kenley, die von ihren Einsätzen zurückgekehrt war. „Na ihr zwei? Was grübelt ihr denn so vor euch hin?“ Monique sprang auf und strahlte. „Jenni, was sind Kronjuwelen?!? Bitte, bitte sag es uns!“ Sie sah unter ihrem kurzen, dunkelhaarigen, lockigen Wuschelkopf mit königsblauen Augen zu ihr hoch. Die schwarzhaarige Opifex sah neugierig aus rötlichbraunen Augen heraus die beiden abwechselnd an. Die Sommersprossen in ihrem Gesicht wirkten in der Sonne fast so, als würden diese tanzen.
„Kronjuwelen? Nun, Juwelen sind Edelsteine. Und Kronjuwelen sind ganz besonders kostbare. Früher hat man damit die Kronen der Könige und Königinnen verziert.“ Beide Mädchen sahen sie völlig verwirrt an. Dann nickten beide verstehend. „Ahsooooooo.“ Keine der beiden wollte sich die Blöße geben, das nicht verstanden zu haben. Schließlich waren sie schon groß genug dafür! Tarjila unterhielt sich noch ein paar Minuten mit ihnen und ging dann ins Hauptquartier der Stadt. Bis auf Monique gehörten alle der Organisation 'Schatten der Freiheit' an.
Kaum war sie aus der Sichtweite hockten die Mädchen wieder zusammen. „Tiny, wieso tragen Jungs Steine in ihrer Unterhose?“ Beide Mädchen dachten angestrengt darüber nach. „Denen fehlt bestimmt die Krone.“ Destiny gab es zögernd von sich. Monique staunte. „Dann sind alle Männer Könige?“ Beide sahen sich fasziniert an. „Woooooow.“ Schweigen. Ein paar Minuten später. „Du Tiny? Wo tragen dann die Königinnen ihre, wenn sie keine Krone haben?“ Erneutes, angestrengtes Nachdenken. Beide kamen zu keinem Ergebnis. Doch eine viel wichtigere Frage drängte sich in den Vordergrund. „Ob wir auch bald Königinnin sind? Dann kriegen wir doch auch Kronjuwelen.“ Monique sah Destiny aufgeregt an. Diese kicherte. Dann verzog sie das Gesicht. „Die werd ich dann aber nicht in der Unterhose tragen.“ „Neeeee, ich auch nicht!“
Ohne, das die beiden es mitbekommen hatten, stand Jennifer wieder bei ihnen. „Kommt Mädchen, Abendbrot wartet. Und vorher geht’s noch in die Wanne.“ Sie lachte, als sie die Gesichter der beiden sah. Während sie vorne weg ging steckten die Kleinen bereits wieder die Köpfe zusammen und tüftelten einen Plan aus, wie sie der Wanne entkommen konnten. Doch als sie beide im Bett lagen waren sie sauber geschrubbt und schliefen, trotz wilder Proteste von Monique, schnell ein.
*****
Nellodee, Erendir und Tarjila saßen im Wohnzimmer zusammen und unterhielten sich über politische Ereignisse sowie über andere Dinge, die die Mädchen immer als „Erwachsenenkram“ bezeichneten. Nellodee goss allen einen frisch zubereiteten Tee ein, nahm ihre Tasse und legte die Füße auf einen Schemel. „Was ist mit Syliod? Hat er sich mal wieder gemeldet?“ Erendir schüttelte den Kopf. „Nein, das letzte mal, als ich von Chris hörte, war er auf dem Weg zum Einsatz in Omni-Trade. Das ist 6 Tage her.“ Tarjila runzelte die Stirn. „Hat er nicht gesagt, wann er zurück sein wird?“ Alle drei sahen sich fragend an. „Verstehe. Wie immer brödelt er alleine rum.“ Die Ärztin seufzte. „Wieso hat er die Kleine überhaupt adoptiert, wenn er dann keine Zeit für sie hat?!“ Sie schüttelte den Kopf. Andria sah zuerst zu Devin, dann zu Jennifer. „Glaub mir, wäre es gegangen, hätten wir sie genommen. Sie ist wirklich ein süßes Ding.“ Devin lächelte. „Ein richtiger Wildfang. Sie und Destiny verstehen sich so gut, das man meinen könnte, sie seien Schwestern.“ „Na, sind sie das nicht auch? Ich werde nie den ersten Tag vergessen, als die beiden sich sahen.“
Alle drei schmunzelten.Sie erinnerten sich daran, wie Destiny, die Ziehtochter von Devin und Andria, sich hinter den beiden versteckt hatte, als Chris 'Syliod' Nightwish mit Monique 'Alexiel' Nightwish vor ihnen stand. Braungebrannt, barfuß, ein kleines Hemdchen und kurze Shorts an. Die dunkelbraunen Haare zersauselt sah sie fast aus wie ein Junge. „Das hier ist ab heute meine Tochter.“ Monique hatte Destiny sofort gesehen, rannte zu ihr und strahlte sie an. „Hallo, wir sind Freundinnen, ja? Lass uns spielen.“ Sie hatte sich die Opifex einfach geschnappt und kurz darauf spielten sie bereits im Sandkasten. Anfangs noch schüchtern und verängstigt konnten die Erwachsenen förmlich dabei zusehen, wie sie in Gegenwart von Monique erblühte, sicherer im Auftreten wurde und es dauerte nicht lange, da konnten sie merken, wie sehr sie die Solitus bewunderte. Wo immer der Wirbelwind auch war, die Kleine wich nicht mehr von ihrer Seite. Wenn andere Kinder sie ärgerten stand Monique mit wütendem Gesichtsausdruck und geballten Fäusten vor denen und forderte sie alle auf, Destiny in Ruhe zu lassen. Hin und wieder gab es auch Raufereien, das Übliche eben unter Kindern.
Während alle drei ihren Erinnerungen nachhingen, runzelte Tarjila wieder die Stirn. Alle waren erstaunt, als sie erfuhren, das Chris sie in der freien Wildbahn gefunden hatte, wo sie mitten unter Leets geschlafen hatte. Sie hatte nur ihren Decknamen und konnte nicht sagen, woher sie gekommen war. Das Mächen warf viele Rätsel auf. Hinzu kam die Tatsache, das es bereits eine Frau gegeben hatte, die genau diesen Decknamen trug. Die Ähnlichkeiten zwischen ihr und Monique war verblüffend. Niemand glaubte an einen Zufall. Jeder verdächtigte zwei bestimmte Personen von Omni-Tek. Von beiden hörte man nichts mehr, seit Jeanene „Alexiel“ Cardinal verschwunden war. Jeder von der SdF hatte diesen Verdacht, doch niemand sprach ihn aus. Es war endlich Ruhe eingekehrt, auch wenn sie Jeanene sehr vermissten.
Seit 9 Monaten ist Monique nun bei ihnen. Die Zeit zwischen dem Verschwinden der einen und das auftauchen des Mädchens betrug keine zwei Monate. Sie seufzte. Weiter darüber nachdenken brachte nichts. Sie stand auf. „Ich wünsche euch noch einen schönen Abend. Wir sehen uns dann morgen.“ „Gute Nacht Jenni, bis morgen.“ Andria nickte ihr zu.
Als Tarjila 10 Minuten später ihr Apartement betrat, hörte sie den Anrufbeantworter ab. „Sie haben 1 neue Nachricht.“ Die Ärztin stellte ihr Laptop auf dem Tisch ab. „Guten Tag. Ich habe etwas für Sie, das sie interessieren dürfte. *Gekicher eines Mannes* Kommen Sie heute um 23 Uhr nach Old Athen, Backyard 13. Ich hoffe, Sie sind nicht abergläubisch. *wieder Gekicher*“ Als die Aufzeichnung stoppte ließ sie die Nachricht erneut abspielen. Nein, die Stimme kannte sie nicht. Ein Blick auf die Uhr verriet ihr, das es bereits viertel vor elf war. Ohne zu zögern zog sie ihren Mantel wieder an und überprüfte das Magazin ihrer beiden Pistolen. Dann verschwand sie nach draußen in die Dunkelheit. Der Himmel war sternenklar.
Geändert von Alexiel Nightw. (24-06-2009 um 10:32 Uhr).
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19-06-2009, 12:20
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#3
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Sehr schoen geschrieben. Werden Erinnerungen wach wenn man die Namen der Figuren liesst. Bin gespannt wie es weiter geht. Mehr davon 
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"The world will look up and shout: "Save Us!" and I'll whisper... No"
OMNI-TEK is mother, OMNI-TEK is father. Protect the Family. Obey. Trust OMNI-TEK.
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19-06-2009, 17:47
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#4
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Familienbande
5 Jahre später: 29474
„Also ich werd später Malerin!“ Monique saß draußen vor dem Luxus-Apartement ihres Vaters und zeichnete detailiert die Umgebung. Eli 'Coronea' Blacklotus saß neben ihr und pflegte ihre Rüstung. „Malerin! Gott, Lexi! Das ist nicht dein Ernst! Wie willst du dich denn mit einen Stift verteidigen oder mit einem Pinsel?“ Die blonde, junge Frau schüttelte unwirsch mit dem Kopf. „Begreif es doch endlich. Hier herrscht Krieg, da bleibt keine Zeit für Träumereien.“ Die 11-jährige sah die 24-jährige an. „Krieg? Na und?“ Sie hatte keine Vorstellungen davon, was das bedeutet. Sie hörte immer wieder davon, aber bisher hatte sie nichts davon mitbekommen. „Ich werd Malerin.“ Eli seufzte. Der Kleinen war wirklich nicht zu helfen.
Ihr Blick fiel auf ein Körbchen neben dem Kind. Darin lag ein Leet. Sie erinnerte sich daran, wie Monique damit in den Armen angerannt kam, völlig aufgelöst. Sie hatte es allein vorgefunden und sich gleich verpflichtet gefühlt, sich darum zu kümmern. „Du möchtest doch Bordan beschützen oder nicht?“ Das Mädchen sah von ihrer Zeichnung auf. „Ja klar! Soll mal einer wagen, ihn anzufassen!“ Das kam so energisch, das Eli schmunzelte. „Um das zu können musst du aber auch lernen, wie das geht.“ Nachdenklich legte sie ihren Stift beiseite und hob Bordan hoch auf ihren Schoß. „Ich werd jeden verhauen.“ Mehr sagte sie dazu nicht. „Dann solltest du eine Ausbildung zur Martial Artist machen. So wie ich eine bin.“ Eli sah zufrieden aus. Endlich hatte sie die Kleine dort, wo sie sie hin haben wollte.
*****
Vier Stunden später saßen alle gemeinsam am Tisch und aßen zu Mittag. Chris erkundigte sich, wie für die beiden der Vormittag gelaufen war. „Ich werd später Malerin und Martial Artist.“ Monique verkündete das so unvermittelt, das Chris sie überrascht ansah. Eli schmunzelte wieder nur. „Martial Artist? Wer hat dir denn den Floh ins Ohr gesetzt?“ „Ich. Sie sagte, sie will jeden verhauen, der Bordan schaden will.“ Eli sagte es ruhig. Ihr Vater sah seine erste Adoptivtochter entgeistert an. „Martial Artist? Kommt überhaupt nicht in Frage!“ Ernst, fast zornig, sah er die jüngere Tochter an. „Du wirst Enforcer, Vollstreckerin. Genau das ist der passende Beruf für dich! Und sonst nichts!“ Die Kleine schob ihren Teller weg und sah Chris mit großen Augen an. „Was ist Enforcerin?“ „Eine Enforcerin beschützt und verteidigt alle anderen in einer Schlacht. Und außerdem bestrafen sie jeden, der böse ist.“ Monique nahm ein Salatblatt zur Hand, wobei sie sehr darauf acht gab, das die beiden das nicht sahen. Beides verschwand unter dem Tisch und kurz darauf hörte man ein glückliches Auffiepen. „Und dann kann ich Bordan beschützen?“ Geräuschvoll trank sie hastig von ihrem Tee. Eli runzelte die Stirn, sagte aber nichts. Der Vater schien nichts mitbekommen zu haben. Oder wollte es nicht. Er nickte kurz und knapp. „Natürlich. Ich habe dich auch schon an der Enforcer – Akademie angemeldet. Nach diesem Schuljahr wirst du dort weiter lernen und die Ausbildung hinter dich bringen. In den Ferien kommst du zu uns nach Hause.“
Monique sah ihn entsetzt an. „Nur in den Ferien?? Aber dann kann ich Tiny ja gar nicht mehr sehen!“ „Doch, in den Ferien. Und jetzt iss weiter.“ Das Thema war für ihn erledigt. Die Kleine sprang vom Stuhl auf. „Dann will ich aber nicht da hin!!!“ Sie schrie es aufgebracht, bückte sich, hob Bordan auf und rannte rauf in ihr Zimmer. „Eines Tages wirst du es verstehen!“ Der Soldat hatte es ihr hinterher gerufen.
Im Zimmer angekommen warf sie sich auf ihr Bett. Bordan saß nun neben ihr und putzte sich. Dann stupste er sie mit der Schnautze an. „Ich geh da nicht hin! Niemals!“ Trotzig lag sie bäuchlings auf ihrem Bett und war sauer. Wieso bestimmten immer die Erwachsenen, was man machen darf und was nicht!?! Wenn man nicht selber entscheiden durfte wärs wohl doch besser, erwachsen zu werden. Sie hangelte sich ihr Comgerät von ihrem Nachttisch und wählte eine Nummer. „Hey, ich bins. Kann ich kommen? Muss mit dir reden.“ Sie lauschte kurz. „Ok, bis morgen.“ Sie legte auf und kuschelte lange mit Bordan.
Geändert von Alexiel Nightw. (24-06-2009 um 10:33 Uhr).
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19-06-2009, 18:06
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#5
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Am nächsten Tag saß Alexiel auf ihrem Bett und zog sich gerade die Schuhe an. Sie sah kurz in den Spiegel. Sie bürstete ihre Haare, die inzwischen bis zu den Schultern reichten. Dann nahm sie ihren kleinen Rucksack. Innen war er weich mit Gras und Stroh gepolstert worden von ihr. Sie packte noch etwas Futter rein und setzte Borden vorsichtig hinein. Sie ließ die Tasche offen und schulterte ihn sich verkehrt herum, sodass sie immer reinsehen konnte.
Sie sprang die Treppe runter, zwei Stufen auf einmal nehmend. Chris und Eli sahen ihr entgegen. „Bin bei Tiny.“ „Junges Fräulein! Du kannst doch nicht einfach gehen, ohne vorher zu fragen!“ Syliod polterte los, aber sie verschwand einfach nach draußen. Er setzte sich wieder auf seinen Platz. Mit einer Hand strich er sich über das Gesicht. „Irgendwas mach ich falsch.“ „Du hättest ihr vielleicht erklären sollen, warum du willst, das sie Enforcerin wird.“
Eli stand auf und fing an, den Mittagstisch abzuräumen. „Außerdem wärs mal gut, wenn du dir mehr Zeit für sie nehmen würdest.“ „Und wie stellst du dir das vor? Du weißt, das mein Job viel Zeit frisst. Sie soll einfach tun, was ich sage! Ich weiß schon, was das Richtige für sie ist.“ Dabei sah er zur Seite. Auf dem Sideboard stand ein eingerahmtes Foto, das eine Frau zeigt. Sie trug ein weißes Sommerkleid und lächelte in die Kamera. Königsblaue Augen strahlten glücklich.
Eli räumte den Rest ab und folgte seinem Blick. Für einen Moment starrte er darauf. Dann stand er abrupt auf und schob den Stuhl an den Tisch ran. „Eines Tages wird sie es verstehen.“ Er nahm sein Gewehr aus dem Waffenständer. „Wartet nicht auf mich, es wird länger dauern.“ Mit diesen Worten war er auch schon zur Tür raus.
Eli sah immer noch auf das Foto. Sie hatte die Frau darauf nie kennen gelernt. Aber sie wusste, das sie ihm viel bedeutet hatte.
'Papa? Wer ist die Frau auf dem Foto?'
'Die Mutter von Monique.'
'Was ist mit ihr passiert?'
'Sie ist gestorben.'
Eli erinnerte sich daran, als sei es gestern gewesen. Sie wusste, das er gelogen hat. Nur bei welchem Teil, da war sie sich nicht sicher. Auch Monique hatte er erzählt, das sie ihre Mutter sei. Aber etwas an der Geschichte konnte nicht stimmen. Die Kleine wurde alleine gefunden. Syliod hatte sie adoptiert. Es steckte mehr dahinter, als er zugeben wollte. Sie erinnerte sich an diverse Leute, die sehr unterschiedlich auf Alexiel reagiert hatten.
Sie schüttelte den Kopf, um die Gedanken zu verscheuchen. Dann räumte sie weiter auf.
*****
Es war bereits später Nachmittag. Die beiden Mädchen saßen in Bikinis am Pool in der Org-City und ließen die Füße im Wasser baumeln. „Das ist doch Sch****! Du gehst auf die Enfo-Akademie, und ich bleib zu Hause und mach die Ausbildung zur Fixerin.“ Destiny seufzte. Wütend trat Monique das Wasser. „Ich geh nicht!“ Sie brachte es zwischen gepressten Lippen hervor. „Und was willste dagegen machen?“ Die Solitus ballte sauer die Fäuste. „Ich hau ab!“
Destiny sah ihre beste Freundin erschrocken an. „Nein, mach das nicht. Wenn du abhaust, wird’s doch nur schlimmer.“ Die Opifex war immer noch von schüchterner Natur. Aber auch immer noch die ruhigere und besonnenere von den Beiden. Sie hat Alexiel schon oft vor impulsiven Handlungen bewahrt. „Aber ich WILL da nicht hin!!! Dann sehen wir uns nur noch in den Ferien!“ Stur und trotzig verschränkte sie die Arme. „Dann red doch mit deinem Vater, ob du nicht trotzdem weiter zu Hause wohnen kannst.“ Monique schnaubte gekonnt durch die Nase. „Pah, der würd eh nicht zuhören. Wenn er mal zu Hause ist sagt er nur immer, was ich darf und was ich nicht darf. Und ständig dieser Spruch 'Eines Tages wirst du es verstehen.'“ Das Zitat äffte sie nach. Destiny kicherte. „Erwachsene sind halt doof.“
Die Solitus starrte auf das Wasser. „Du? Wenn nur Erwachsene bestimmen dürfen, dann will ich doch lieber erwachsen werden.“ Sie sah die Opifex an. „Willst du nicht auch selbst bestimmen können, was du machen willst? Hängt dir das nicht zum Hals raus?“ „Ich kann mich nicht beschweren. Devin und Andria sind nicht so. Ich habs mir selbst ausgesucht, Fixerin zu werden. Und sie verlangen auch nicht, das ich in ein Internat gehe. Das ist ok.“ Monique sah sie neidisch an. „Hast du es gut.“
Sie sah ihr eigenes Spiegelbild im Wasser. Ihre Lippen wurden zu einen schmalen Strich. Sie sprang auf. „Weißt du was? Bevor ich mich da reinstecken lasse, will ich einmal was machen, was ich selbst bestimmt habe und er nix dagegen tun kann!“ „Oh oh.“ Destiny stand auf und stellte sich zu ihr. „Ok, was hast du vor?“ Triumpf blitzte in königsblauen Augen auf. Dann ergriff sie die Hand der anderen und rannte mit ihr los zu den Umkleidekabinen. „Wirst schon sehen!“
*****
Am Abend war sie wieder pünktlich zu Hause. Ihr halbes Gesicht brannte noch und sah geschwollen aus. Eli erwartete sie bereits. Sie sah auf und ihr klappte der Unterkiefer runter. „Lexi!“ Sie stand auf, ging zu der Kleinen und packte sie an den Schultern. Sehr genau sah sie sich das Gesicht an. „Das darf nicht wahr sein!“ Sie packte sie fester an den Schultern und rüttelte sie etwas. Das Grinsen in Alexiels Gesicht machte sie wütend. „Vater wird ausrasten, das weißt du genau! Wie konntest du das nur tun!?!“ Die Wut packte die Frau, und da die Kleine mit dem Grinsen nicht aufhörte gab sie ihr eine schallende Ohrfeige. „Du hast Hausarrest!“
Das Grinsen verschwand aus dem Gesicht und das Mädchen hielt eine Hand an die Wange, die getroffen wurde. Sie senkte den Kopf. „Rauf auf dein Zimmer! Warte nur, bis Vater wieder zu Hause ist, dann kannst du was erleben!“ Alexiel ballte die rechte Faust so fest, das ihre Fingernägel sich in den Handballen bohrten. „Mir doch egal!! Dem ist doch eh alles sch*** egal!“ Eli ließ sie abrupt los und wich etwas zurück. „Lexi....“ „Aber dies mal kann er nix dagegen sagen!“ Tränen stiegen ihr in die Augen.
Sie ließ Eli einfach stehen, rannte hoch und knallte die Tür hinter sich zu.
Blöder Paps! Blöde Sis! Sie stellte den Rucksack ab, holte Bordan heraus und kuschelte ihn sanft an sich. Sie weinte immer noch und die Wange brannte heiß. Sie betrachtete sich im Spiegel. Mit einer Hand trocknete sie sich die Tränen. Schön, sie würde auf diese Akademie gehen! Und dann dafür sorgen, das sie rausgeschmissen wird!
Geändert von Alexiel Nightw. (25-06-2009 um 14:16 Uhr).
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19-06-2009, 18:15
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#6
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Der nächste Tag am Abend
„Sie hat sich tätowieren lassen?“ Jennifer, Devin und Andria sahen Chris ruhig an, als er zu Ende erzählt hatte. Er nickte. Jennifer schmunzelte. „Wie ist sie an die Unterschrift rangekommen?“ Clever, die Kleine. Das dachte die Ärztin bei sich. „Wozu eine Unterschrift? Sie hat sich eine ganze Menge Credz abgehoben. Mit genug Credz interessiert doch keinen eine Unterschrift.“ Syliod sah zornig aus. „Ich weiß nicht mehr, was ich machen soll.“ „Vielleicht hättest du ihr das mit der Akademie anders sagen sollen.“
Devin strich sich kurz über sein Kinn. „Kein Wunder, das sie so impulsiv reagiert hat.“ Andria nickte nur, sagte aber nichts. Jennifer schmunzelte, wurde aber wieder ernst, als sie den Vater der Kleinen betrachtete. „Warum ausgerechnet Enforcer?“ Sie strahlte Ruhe aus, während sie ihn ansah. „Weil es genau der richtige Weg für sie ist. Sie wird es später gut gebrauchen können.“ „Warum? Gibt es vielleicht etwas, das du uns sagen möchtest?“ Tarjila lächelte. Chris schüttelte den Kopf. „Es wird einiges auf sie zukommen, deshalb.“
Schweigend saßen sie ein paar Minuten zusammen. „Könnt ihr nicht mit ihr reden und sie zur Vernunft bringen?“
Andria und Jennifer hoben beide zeitgleich eine Augenbraue an. Devin sah zwischen beide Frauen hin und her und reagierte clever. Er hielt sich raus. „Wie sollen wir ihr etwas erklären, was wir selber nicht verstehen?“ Jennifer blieb immer noch ruhig. Andria sah etwas unwirsch aus. „Erklär uns deine Gründe, dann können wir weitersehen.“ Devin versteckte sein Gesicht hinter einem Buch. So konnte keiner sein dickes Grinsen sehen. „Ok, habe verstanden. Ich werde es auch ohne euch hinbekommen.“
Syliod stand auf und ging ohne Verabschiedung. Devin ließ das Buch sinken. Alle drei sahen sich an. Andria seufzte leise. „Na, ob das gut gehen wird? Ich habe da meine Bedenken.“ Jennifer sah sie an und zuckte kurz mit den Schultern. „Vielleicht, vielleicht auch nicht. Aber ich bin mir sicher, das die Kleine ihren Weg finden wird. Sie ist willensstark.“
Devin hörte nur ruhig zu. Dann nahm er sein Weinglas und trank einen Schluck. „Mal etwas anderes Tarji. Dieser Arnall, was wollte der letztens wieder von dir?“ Die Angesprochene hob wieder eine Augenbraue an. „Von mir? Gar nichts. Warum fragst du?“ „Mhmmm. Ich unterhielt mich gestern mit Morpheu5. Er hatte von diesem Cellaryl erfahren, das du wohl auf seiner Liste stehst. Keine Ahnung, was er damit meinte. Und außerdem wurde ihm mitgeteilt, das er sich mit dir vor zwei Tagen getroffen hat.“ „Ich habe keine Ahnung, wovon du redest.“ Die Ärztin schüttelte mit dem Kopf.
„Da fällt mir ein, das Sereniarsa vor drei Tagen Ssimon getroffen hat. Soweit ich weiß, sind die beiden gemeinsam weggegangen. Aber keine Ahnung, wohin.“ Andria sagte es im nachdenklichen Ton. Devin sah seine Frau an. „Sere? Bist du dir sicher? Die Shade würd doch nicht einfach mit wem mitgehen. Außer sie ist hinter ihm und kann denjenigen von hinten killen.“
Er lachte gutmütig. Auch wenn man der Neuen noch mit viel Misstrauen begegnete, er nicht. Er hatte gesehen, wie Sarah 'Sereniarsa' Cruz und Damon 'Morpheu5' Matt miteinander angebändelt hatten. Von daher machte er sich da keine großen Sorgen. Alle drei lachten bei der Vorstellung, wie die 17-jährige Shade jemanden frontal stellen würde. Geschweige denn angreifen. Sie hörten mit dem Lachen wieder auf. „Aber eigenartig ist das wirklich.“ Andria sah immer noch nachdenklich aus, während Jennifer nur die Schultern zuckte. „Sie wird es uns sicher erklären können.“
Devin nickte. Dann beugte er sich zu Andria runter, die in seinem Arm lag, und gab ihr einen zärtlichen Kuss. „Gehen wir nach Hause?“ Sie lächelte. „Ja, es ist spät.“ Gemeinsam erhoben sie sich, wünschten Tarjila eine gute Nacht und machten sich auf den Heimweg.
Sie spazierten nach Hause. Der Himmel war bewölkt, die Sonnen gingen gerade unter. Arm in Arm schlenderten sie die Straße durch Longest Road entlang, als ihnen jemand entgegen kam. Ein relativ großer Mann, kräftig gebaut. Er hatte eine Glatze. Dunkelhäutig.
Erendir übrprüfte routiniert das Erscheinungsbild. Schätzungsweise Mitte bis Ende zwanzig. Er nickte dem Mann freundlich zu, als sie aneinander vorbei gingen. Dabei ging der Kerl sehr dicht an Andria vorbei. Diese zuckte zusammen, dann war er schon vorbei. Das Ehepaar ging noch ein paar Schritte, dann brach Andria taumelnd zusammen. „Andria!“ Ihr Mann fing sie sofort auf mit besorgtem Gesichtsausdruck. „Andria, was ist mit dir!?“ Sie antwortete nicht. Er kniete sich hin, bettete ihren Kopf auf seinen Schoß und überpüfte sofort ihren Puls. Sie lebte. Etwas Erleichterung machte sich in ihm breit. Dann hob er den Kopf an und sah sich um. Keine Seele weit und breit zu sehen.
Im Hauptquartier angekommen legte er sie auf der Couch ab. Jennifer stand bereit mit ihrem Koffer und scannte sie durch. „Alles ok soweit. Sie wurde betäubt.“ Sie zeigte Devin einen Kratzer am Arm. „Ein paar Stunden ordentlichen Schlaf und sie ist wieder ok.“ Sie packte ihre Sachen ein. „Habt ihr erkennen können, wer das war?“ Devin schüttelte den Kopf. Er verstand nicht, warum man seine Frau angegriffen hatte. Er beschrieb ihr das Aussehen. „Gute Frage, wer das gewesen sein könnte. Aber wir finden es bestimmt noch heraus.“ Damit ließ sie die beiden alleine.
Devin hielt Wache an der Seite von Andria. Die ganze Zeit dachte er darüber nach, was passiert war. Warum betäubt? Was sollte diese Aktion? Warum seine Frau? Er wurde aus seinen Gedankengängen gerissen, als sein Com piepte. Er ging dran. „Das war eine Warnung.“ Devin stand auf und sah sich um. „Was wollen Sie? Wer sind Sie? Halten Sie sich gefälligst von meiner Frau fern!“ „Tztztz, so viel auf ein mal. Was ich will?“ Kurze Pause. „Von Ihnen und Ihrer Frau nichts von Interesse. Mich interessiert Morpheu5. Ihn will ich.“
Die Stimme schwankte und wurde bedrohlicher. „Wer ich bin werden Sie noch früh genug erfahren. Wenn Sie ausführen, was ich will, wird Ihre Frau nicht weiter behelligt. Sie haben 12 Stunden Bedenkzeit. Dann melde ich mich wieder und erwarte eine Antwort darauf, ob Sie ihn mir ausliefern werden.“ Die tote Leitung verriet Erendir, dass der Anrufer das Gespräch beendet hatte.
Geändert von Alexiel Nightw. (25-06-2009 um 14:19 Uhr).
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19-06-2009, 19:29
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#7
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Registriert seit: May 2005
Ort: Jobe Harbor
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Zitat:
Zitat von Blackheal
Sehr schoen geschrieben. Werden Erinnerungen wach wenn man die Namen der Figuren liesst. Bin gespannt wie es weiter geht. Mehr davon 
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Ja. *sniff*
Looos schreib weiter! So kannst du mich doch nich in Urlaub schicken!
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Ashka ~ Doctor of OmniTek.
Doch du gehst dein Weg, allein unter allen.
Nicht um gemeinsam zu stehen, nur um einsam zu fallen.
Hast du früher noch gedacht wir wären alle vereint,
ziehst du heute in die Schlacht und hast jeden zum Feind.
Du bist einfach nur perfekt!
17.06.2008 - Das pure Glück wiegt 3740 Gramm.
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19-06-2009, 19:37
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#8
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Herrje, erst mal danke euch beiden für das dicke Lob.  Und ja, ich bin ja dabei. Ist nicht einfach, sich an die wichtigsten Sachen zu erinnern und authentisch zusammen zu fassen. Kapitel 1 beinhaltet grobe Zusammenfassung ihrer Entwicklung. Ist also eher als vorgeschichte zu sehen. In Kapitel 2 gehts dann erst richtig los. *grinst*
Aber hey, ihr zwei motiviert mich. danke! 
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19-06-2009, 23:14
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#9
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Abschied
Ein weiteres Jahr war vergangen. Seit den letzten drei Wochen war Hochbetrieb im Haushalt Nightwish. Täglich textete oder telefonierte die 12-jährige mit Destiny. „Ja, gleich geht’s los. Die Klamotten sind gepackt.“ Monique kramte im Kleiderschrank rum. „Danke, das du dich so lange um Bordan kümmerst.“ Sie trat gegen den Schrank. Haustiere waren nicht erlaubt, nicht mal private Sachen durfte man mitnehmen. Außer Waffen. „Klar, ich meld mich sobald wie möglich! Pass auf dich auf und lass dich nicht von den Jungs ärgern! Denk an die Kronjuwelen.“
Sie grinste. Dank Chevette 'Alina' Woolley von der Organisation 'Best dressed Defenders of Rubi-Ka' hatten die beiden längst erfahren, was es damit auf sich hatte. Kurz darauf lief sie knallrot an. „Äh, nein, du wirst ihm gar nix sagen! Wag dich!“ Ein helles Lachen war am Ende der anderen Leitung zu hören. „Ja, mach ich. Bis bald.“ Das Gespräch war beendet. Sie seufzte. Drei Jahre lagen vor ihr.
Sie sah auf einen Waffenkoffer. Er war sehr lang und schmal. Sie öffnete ihn und holte daraus eine Prod-Gofle hervor. Sie war schwer, sie musste sie mit beiden Händen halten und konnte sie nicht mal anheben. Nachdenklich sah sie sich die Stangenwaffe an. Sie maß ungefähr 2 Meter. Sie war aus Metall, welches wusste sie nicht. Ähnlich wie Silber, aber doch dunkler.
Ihr Blick huschte über den Griff, die Stange, bis vorne zur Spitze. Diese war umkranzt von Zacken, die nach oben gebogen waren. Aus dem gleichen Material. Und am Griff befand sich ein Schalter. Zögernd drückte sie ihn. Kurz darauf ließ sie sie erschrocken fallen, als die Waffe aufsummte und vorne zwischen Zacken und Spitze Blitze zuckten.
„Hier, die gehört dir.“ Chris hatte den Koffer auf dem Tisch abgestellt und sah sie auffordernd an. „Na komm, öffne ihn.“ Sie sah ihren Vater nicht an, öffnete ihn aber. Eine lange Waffe lag darin. Ihre Augen weiteten sich und sie wich bei dem Anblick zurück. „Was soll ich damit?“ „Den Umgang damit lernen.“ Eli saß auf ihrem Platz im Esszimmer und beobachtete beide schweigend. Monique streckte die Hand nach der Waffe aus, zog sie im letzten Moment aber wieder zurück.
Sie starrte auf das Msy-Logo am Griff. Aus irgendeinen Grund konnte sie nicht wegsehen. Ein seltsames Gefühl breitete sich in ihr aus. Das Gefühl, sich an etwas erinnern zu müssen. Aber sie hatte die Waffe nie zuvor gesehen. Oder doch? Abrupt knallte sie den Koffer zu. „Wozu Waffen?! Der Krieg ist doch bald vorbei!“ Sie drehte ihrem Vater den Rücken zu. Eli lachte. „Ach Lexi, wovon träumst du eigentlich Nachts?“ Chris sah auf den Rücken von seiner Jüngsten. „Monique, es ist noch lange nicht vorbei. Für dich hat er noch gar nicht angefangen. Aber das wird er.“
Die Solitus schüttelte den Kopf. Mit Müh und Not verfrachtete sie die Waffe wieder in den Koffer uns sah noch mal drauf. Sie verstand einfach nicht, was das Ganze zu bedeuten hatte. Ein Krieg, der für sie noch anfangen wird? „Pah!“ Wieder knallte sie den Koffer zu. „Lexi, komm runter! Wir fahren in 5 Minuten!“ Das war Elis Stimme. Widerwillig nahm sie ihre Reisetasche und den Waffenkoffer und stapfte die Treppe runter. Ihre ganze Haltung zeigte Ablehnung. Sie wollte das alles nicht.
„Papa! Ich will da nicht hin!!“ Sie heulte. „Ich mach ja die Ausbildung, aber lass mich bitte hier wohnen bleiben!“ Sie klang verzweifelt, hilflos. „Nein! Du wirst Disziplin lernen! Selbstbeherrschung! Das geht nicht, wenn du hier wohnen bleibst!“ Chris klang sehr bestimmend, er duldete keinen Widerspruch mehr. Monique sprang auf. „Ich hasse dich!! Jawohl, ich hasse dich!!!“ Ihr Vater sah sie erschrocken, sogar schockiert an. „Monique, das meinst du nicht im Ernst?“ „DOCH! ICH WÜNSCHTE DU WÄRST TOT!!!“
Sie stürmte raus, raus ins Freie. Sie wollte zu den Leets. Sie wollte weg von allem. Sie rannte um die nächste Ecke. Sie wurde abrupt gebremst, als sie jemanden prompt in die Arme lief. Ein weißhaariger Mann mit hoch gestylter Frisur und jungem Gesicht senkte langsam den Kopf und sah auf sie hinab. Seine Mimik war ausdruckslos. Seine Augen hatten einen stahlharten Blick. Er war sehr groß und trug einen dunkelblauen Mantel. In der rechten Hand hielt er eine Katana.
Das Mädchen ging sofort ein paar Schritte zurück und wischte sich über die Augen. Der Mann ließ sie keine Sekunde aus den Augen. Sie sah auf und ihm direkt in die Augen. Ihr fröstelte bei dem Mann und sie bekam Angst vor ihm. „Ent- Entschuldigung.“ Sie rannte in die entgegen gesetzte Richtung davon.
Der Mann sah ihr nach, bis er sie nicht mehr sehen konnte.
Unten angekommen ging sie vorne zur Tür raus. Der Wagen stand bereit, der Kofferraum offen. Sie pfefferte Tasche und Koffer hinein und knallte den Deckel zu. Dann stieg sie hinten in den Wagen ein. 'Ihr werdets schon sehen! Ich werds schaffen, das ich runterfliege!'
Geändert von Alexiel Nightw. (16-07-2009 um 13:25 Uhr).
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20-06-2009, 10:22
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#10
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Registriert seit: Apr 2006
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määäähr *bump* mag weiterlesen 
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20-06-2009, 13:04
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#11
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Community Mitglied
Registriert seit: Dec 2004
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*wart*
los weiterschreiben süße 
du kannst das das wussten wir alle:P
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20-06-2009, 16:19
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#12
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Community Mitglied
Registriert seit: Jun 2009
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Veränderungen
„AAAACHTUNG! STILLGESTANDEN!“ 29 Personen standen auf der Stelle stramm. Eine nicht. Diese stand weiterhin normal und hatte die Arme vor der Brust verschränkt. Das Kinn reckte trotzig hervor. Es war die kleinste Person aller Anwesenden. Sie maß gerade mal 1,49 m. Der Blick herausfordernd. 'Ich fliege noch heute, ganz bestimmt!'
Der Anbrüller hatte inzwischen die Hände am Rücken angelehnt und begann, sich jeden einzelnen näher anzusehen. „Name?“ „Bobby, Sir.“ Der Trox, der so laut brüllen konnte, spießte den anderen Trox regelrecht mit seinem Blick auf. „Vollständiger Name?“ „B-b-b-bobby, Sir.“ „RUNTER! 100 LIEGESTÜTZEN!“
Monique reckte sich, so gut sie es vermochte. Sie konnte kaum was sehen bei so vielen Troxen. Ein Junge neben ihr, Opifex, erging es nicht anders. Aber dieser rührte sich gar nicht. Bobby hatte bereits 8 Liegestützen hinter sich.
Nach ellenlangen weiteren Personen landete er beim Opifex neben Monique. „Name?“ „Thomas „Bubblefish“ Chanks, Sir.“ Ein Nicken, der Weg zum Nächsten.
Ein Kichern war zu hören. Ein Kichern, zwischendurch prusten. Wieder ein prusten. Das prusten endete abrupt und ging über in schallendes Gelächter. 'BUBBLEFISH!' Sie war wirklich bemüht gewesen, sich zu beherrschen. Aber der Deckname schoss ihr immer wieder durch den Kopf. 'BUBBLEFISH! WIE GEIL!!!' Sie konnte nicht mehr. Sie musste einfach lachen. Einer mit Namen Bubblefish, das war zu viel für sie gewesen. Sie bekam einen Lachkrampf. Sie ließ sich auf den Boden fallen und kringelte sich.
„100 LIEGESTÜTZEN!“ Das kam für sie so plötzlich, das sie erschrocken nach Luft schnappte. Das Gebrüll, so nah, ging ihr durchs Mark und Bein. Sie hatte gar nicht bemerkt, wie sich ein Schatten über sie legte. Völlig verdattert sah sie hoch zum Ausbilder, der sie streng ansah. Eingeschüchtert, in diesem Moment, fing sie mit den Liegestützen an.
„REKRUTEN! Das Wichtigste ist der Zusammenhalt einer Einheit! Ihr seid eine Einheit! Ihr werdet lernen, was das bedeutet!“ Er sah zu Monique. „LAUT ZÄHLEN!“ Die Solitus hatte bereits einen hochroten Kopf und bei jeder weiteren Liegestütze kam sie immer schwerer wieder hoch. „5...6....7.....8......9.......10........11“
Sie brach zusammen. Sie war sehr sportlich, in der Schule die Beste ihres Jahrganges. Allerdings in Leichtathletik. Sie hatte früher oft auf dem Rücken ihres Vaters gesessen, während dieser seine täglichen Liegestützen absolvierte. Auf einer Faust. Sie hatte immer Heidenspaß daran gehabt, wie es rauf- und runter ging.
Als er jedoch von ihr wollte, das sie ebenfalls damit anfängt, hatte sie sich geweigert. Wie immer kam der Spruch von ihm, das ihr das später von Nutze wäre und das sie es eines Tages verstehen werde. Vielleicht hätte sie es sogar getan, wenn sie sich nicht auf Stur gestellt hätte.
„Weiter!“ Wieder donnerte die Stimme auf sie nieder. Sie biss die Zähne zusammen. 'Was glaubt der eigentlich, wer er ist!? Hier einfach rumzukommandieren!' Trotzdem. Ohne zu wissen, warum, stemmte sie sich mühsam wieder hoch. „12.........13..........14...........15“ Verbissen kämpfte sie um jede weitere. „16.............17..............18“ 'Ich lass mich nicht klein kriegen! Niemals!'
Ohne sich dessen bewusst zu sein handelte sie gegen ihr eigentliches Ziel, mit dem sie hergekommen war. Sie schaffte es nicht mehr, hoch zu kommen, die Grenze war endgültig erreicht. So verbissen sie es auch versuchte, der Körper streikte. Schweiß nass gebadet blieb sie einfach liegen.
„Name!?“ „Monique....“Alexiel“....Nightwish.“ Sie sprach leise. Sie hatte versagt, das machte ihr am meisten zu schaffen. Ihr ab heutiger Vorgesetzter drehte sich den anderen zu. „Alle anderen runter auf den Boden! Ihr werdet für Nightwish die Ausstehenden ableisten! 82 stehen noch aus!“ Während dem Befehl Gehorsam geleistet wurde kassierte die kleine Solitus vorher noch einige wütende Blicke. Sogar Verachtung.
Entsetzen lag in ihrem Blick. Unverständnis zeichnete ihr Gesicht. 'Sie können doch nichts dafür! Warum? Sie können doch nichts dafür!'
Sie hatte versagt. Auf der ganzen Linie.....
Geändert von Alexiel Nightw. (25-06-2009 um 14:22 Uhr).
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20-06-2009, 16:28
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#13
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Registriert seit: Jun 2009
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...das lag nun 3 Monate zurück. Es war Samstag Abend und sie saß mit ihren Kameraden in einer anliegenden Kneipe und gab sich mit ihnen gemeinsam die Kante. Sie feierten. Und sie hatten allen Grund dafür! „Es ist vorbei, es ist vorbei, jetzt sind wir freiiiiiiii....lalalala.....“
Sie gröhlten, Gesang konnte man das wirklich nicht nennen. Es lief zwar gute Musik, aber im Moment war sie nicht zu hören.
Nur allein durch die 30 Personen war die Lokalität zum bersten voll. Zumal man beachten sollte, das allein 19 davon Troxe waren. Auch wenn der Besitzer sein Bestes gegeben hatte, dagegen zu protestieren, hatten sie sich frei bedient. Und Monique erhielt endlich ihre Erklärung, warum sie so einen Riesenbottich mitgenommen hatten. Sie hatten ein Gesöff zusammen gepanscht, das es in sich hatte. Sie hatte grinsend dabei zugesehen, auch wenn sie Mitleid mit dem Inhaber empfand. Aber heute musste einfach gefeiert werden!
Sie alle hatten die Grundausbildung erfolgreich abgeschlossen. Und es war eine enorm harte Zeit gewesen. Es gab nirgendwo eine Glocke, die man hätte läuten können. Kein Formular, wodurch man sich hätte entlassen können. Bereits nach 2 Tagen war allen klar gewesen, das der Boss kein versagen dulden würde. Nach ihrem ersten Tag hatte sie beschlossen, das nie wieder andere wegen ihrem Versagen leiden mussten. Sie alle hatten gelernt, was es bedeutete, eine Einheit zu sein.
„Alex, du bist ein tOlles Mädel!“ Ein schwerer Arm legte sich um sie und Bobby grinste sie an. Sein Blick war schon glasig. Sie boxte ihm kameradschaftlich in die Seite. „Hör auf Bobby, du bist ja schon besoffen!“
Sie selbst war es auch schon. Sie hatte von Kuppilo ein Glas bekommen, mit einem Liter des Gesöffs drin. Nach dem ersten Schluck hatte sie erbärmlich das Gesicht verzogen. Alle um sie herum hatten gelacht darüber. Sogar Bubblefish, der nur zwei Jahre älter war als sie. Das wollte sie nicht auf sich sitzen lassen! Gestehen, das sie noch nie Alkohol getrunken hatte?
Niemals! Also hatte sie tapfer das Glas mit beiden Händen genommen, die Augen zusammengekniffen und so viel getrunken, wie es ging. Als sie es wieder abstellte, war kaum ein Unterschied zu vorher zu erkennen. Und sie lallte genau so wie der Rest, der wesentlich schneller trank und viel, viel mehr. Sogar die 6 anderen Mädels, 2 weitere Solitus und 4 Opifexe, schafften mehr als sie. Und das, obwohl sie alle zwischen 14 und 16 waren.
„N...nein, wirklich! Ohne dich.....hätten wirs...wirs nich so gut gesch....afft.“ Monique kicherte verlegen. „Ein HOCH auf Nightwish!“ Der Rest hob die Gläser an. „DEN LETZTEN BEISSEN DIE HUNDE!“
Den Spruch hatten sie oft von ihr zu hören bekommen, wenn sie die anderen angefeuert hatte. Das war ihr peinlich und darum schnappte sie sich wieder ihr Glas und trank weiter. So konnte man ihr rotes Gesicht nicht sehen. Warum bedankten sie sich bei ihr? Was hatte sie schon groß getan? Ständig musste sie die Dusch- und Waschräume schrubben mit so einem Ding Namens Zahnbürste. Während sie damit die Rillen säuberte, damit die Böden geschrubbt hatte, hatte sie sich immer wieder gefragt, warum das Ding so hieß. Da sah nichts aus wie ein Zahn. Nicht mal annähernd.
Nachdem sie hart trainiert hatte, und die 100 Liegestützen mühelos abarbeiten konnte, kam der Boss damit um die Ecke, sobald sie mal wieder quer geschlagen hatte. Das erste mal, weil sie ihn angebrüllt hatte. Sie fand es unfair, das drei Troxe 5 Stunden lang auf dem Platz stehen mussten und jeder dabei einen Schrank hoch über sich halten musste. Und das nur, weil sie die Kletterwand nicht erklommen, sondern einfach umgerannt hatten. Das Ergebnis davon war, das die Troxe 2 zusätzliche Stunden aufgebrummt bekamen und sie die erste Bekanntschaft mit dem Ding hatte.
Elf Stunden hatte sie gebraucht, bis der Boss zufrieden war.
Sie hatte es also nie wirklich geschafft, was sie beschlossen hatte. Und trotzdem ließen sie alle die Kleine gerade hochleben. Das verwirrte sie. Da sie so schnell damit nicht wieder aufgehört hatten, war das Glas dann halb leer, als sie es wieder abgestellt hatte. „Allo nu is aba luss....“ Monique erhob sich, streckte den Arm nach oben aus und wollte energisch einen Riegel davor schieben. Es blieb beim Vorhaben. Ihre Augen verdrehten sich und sie kippte einfach um.
Abgesehen von ihrer ersten Erfahrung eines tierischen Katers am nächsten Morgen, dem noch viele gefolgt waren, erweiterte sich ihr Horizont über diesen Abend nicht. Das sie eine ansteckende Eigenschaft besaß, wusste sie nicht. Dadurch, das sie nie ihren Mund halten konnte, wenn sie etwas ungerecht fand, eroberte sie die Sympathie ihrer Kameraden. Das sie sich immer für sie eingesetzt hatte, sahen sie und wussten es zu schätzen.
Das Alexiel dies aber ständig anders gesehen hatte, das widerum hatten sie nie erfahren.
Geändert von Alexiel Nightw. (25-06-2009 um 14:24 Uhr).
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20-06-2009, 21:14
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#14
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Community Mitglied
Registriert seit: Jun 2009
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Mord
Februar 29477
Es war windig und ihr fröstelte. Nun war es also soweit. Ihr erster Auftrag. Sie hatte sich gut darauf vorbereitet. Ihre Ausrüstung saß perfekt, auch wenn ihre Kameraden gelacht hatten, als sie sie das erste mal darin sahen. Monique hatte gegrummelt. Immerhin hatte sie diese von ihnen zu ihrem 15. Geburtstag bekommen, der bereits zwei Monate zurück lag.
Was konnte sie denn dafür, das sie so zierlich gebaut war. Ihre Gesichtszüge waren fraulicher geworden. Ihre Haare trug sie in ihrer Freizeit offen und hingen bis knapp über den Schulterblättern herab. Nun waren sie streng nach hinten zum Zopf gebunden.
„Gnihihihihi!“ Destiny presste sich die Hand vor den Mund und lachte jedes mal los, wenn sie Monique ansah. Diese brummelte nur vor sich hin und beäugte sich kritisch im Spiegel. Sie sah nicht übel aus. Die schwarzrote Rüstung stand ihr. Aber die glänzend rote Tankarmor darüber ließ die Jugendliche so aussehen, als müsste sie jeden Moment nach vorne umkippen. „Hör auf zu lachen!“
Sie schnappte sich ein Kissen und warf es nach der Opifex. Diese wich dem sehr schnell aus. Seit einem Jahr war sie in Ausbildung zur Fixerin. Mit ihrem hellen Kopf und wachen Verstand hatte sie so rasant schnell gelernt, das sie ein Jahr überspringen durfte. Die 14-jährige lachte fröhlich. „Ach Moni, du hast dich kaum verändert.“
Sie ließ sich auf das Bett fallen und kicherte hin und wieder. Dann setzte sie sich wieder auf und im Schneidersitz hin. „Sag mal, was für ein Verein ist denn diese Dust Brigade? Und wieso darf ich das keinem erzählen?“ Die Solitus zögerte.
Eigentlich unterlag sie gänzlich der Schweigepflicht und durfte überhaupt niemanden davon erzählen. Inzwischen wusste sie, das ihr Vater sowie ihre Schwester ebenfalls dieser angehörten. Beide hatten sie mit Stolz willkommen geheißen, als sie mit ihrem Abschluss heimkehrte. Ihre Schwester hatte sie stürmisch umarmt, ihr Vater auf der Schulter geklopft. „Ich sagte doch, eines Tages wirst du es verstehen!“
Aber sie verstand immer noch nichts. Sie sah nachdenklich ihr Spiegelbild an. Wofür stand diese Brigade? Sie bekämpften das Böse auf diesen Planeten. Sie standen für Recht und Ordnung. Sie würden dafür sorgen, das der Krieg beendet wird. Und sie war Teil davon und eines Tages würde sie als Heldin in die Geschichte eingehen. So oder ähnlich hatte man es ihr beigebracht.
„Wir sorgen dafür, das der Krieg bald aufhört. Und damit wir nicht zerschlagen werden können bleiben wir im Untergrund. Einige auch nicht.“ Destiny runzelte die Stirn. „Das klingt komisch“, stellte sie fest. „Entschuldige, mehr kann ich dir dazu nicht sagen.“ Monique nahm ihre Tanke wieder ab und schälte sich aus der Rüstung. Diese verstaute sie im untersten Fach ihres Kleiderschranks. „Macht ja nix, meine Lippen sind auf jeden Fall versiegelt.“ Destiny hopste vom Bett runter und legte Monique von hinten die Arme um. „Und was stellen wir jetzt an?“
Sie stand hinter einen Baum und behielt ein Haus im Auge. Dieses befand sich auf Omni-Tek Gebiet. Die Guards wurden bereits von ihren Kameraden ausgeschaltet. Ein alter Mann, um die 70 rum, kam um die Ecke gebogen. Er murmelte die ganze Zeit vor sich hin. Moniqes rechtes Auge wurde facettenartig rot und sie zommte ihn heran, als sie ihn erfasst hatte.
Das künstliche Auge bekam sie vor einem Jahr implantiert, als sie sich dafür entschieden hatte, sich zur Vollstreckerin ausbilden zu lassen. Vor ihrem inneren Auge liefen in Nanosekunden Bilder aus der Datenbank ab. Das Ziel wurde bestätigt und das Auge normalisierte sich wieder. Der Mann betrat das Haus und schloss die Tür hinter sich.
Geändert von Alexiel Nightw. (25-06-2009 um 14:25 Uhr).
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20-06-2009, 21:29
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#15
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Community Mitglied
Registriert seit: Jun 2009
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2 Stunden später
Sie atmete tief durch. Auf dem Rücken trug sie schräg die Prod-Gofle und an der linken Hüftseite eine Katana. Sie schloss kurz die Augen. Als sie sie wieder öffnete, war ihr Blick hart. Sie hatte hart für einen Moment wie diesen trainiert. Ein versagen kam nicht in Frage! Sie sah sich um, dann rannte sie zum Haus rüber.
Ein Fixer tauchte nur wenige Sekunden später neben ihr auf und fing an, das Sicherheitsschloss zu knacken. Als er damit fertig war nickte er ihr zu und war kurz darauf schon wieder verschwunden. Leise nahm sie ihre Prod-Gofle zur Hand und öffnete die Tür.
Die kleine Solitus betrat das Gebäude. Drinnen war alles dunkel und still. Sie zog das Nachtsichtgerät von der Stirn runter vor ihre Augen. Sie hasste dieses grünliche Licht dadurch, das ihr die Umgebung zeigte. Leise ging sie weiter. Die Inneneinrichtung war sehr geschmackvoll. Der Boden mit samtweichen Teppich ausgelegt, links und rechts jeweils eine Treppe, die oben durch eine Brüstung verbunden waren.
Gründlich durchsuchte sie die unteren Räume. Als sie damit fertig war begab sie sich nach oben. Links und rechts befand sich eine Tür. Beide geschlossen. Leise legte sich die Hand auf die Klinke der rechten. Denn diese war direkt neben ihr. Sie drückte sie runter. Nicht abgeschlossen. Sie ließ die Klinke los und schob die Tür mit der flachen Hand so weit auf, das sie durchgehen konnte. Ein Gang. Monique ging weiter. 6 Zimmer, alle Türen standen offen. Ein mulmiges Gefühl machte sich in ihr breit. Nein, hier war er bestimmt nicht.
Sie wollte sich gerade umdrehen, um diesen Trakt wieder zu verlassen, als sich plötzlich ein Arm um ihren Hals legte und zudrückte! Geschockt weiteten sich ihre Augen und sie keuchte auf. „Was haben wir denn hier für ein Vögelchen?!“ Der Solitus wartete keine Antwort ab, drückte mit dem Arm weiter zu und gleichzeitig in die Höhe. Er hatte flüsternd gesprochen und sehr ruhig. Ihr Gesicht verzerrte sich.
Die Gofle fiel zu Boden, als sie beide Hände in den Arm krallte, um sich zu befreien. Sie schaffte es sogar, den Kopf so weit zu drehen, das sie ansatzweise sein Gesicht sehen konnte. „Zappel ruhig, das nutzt dir nichts. Am besten wehrst du dich erst gar nicht, dann hast du es schneller hinter dir.“ Ihr rechter Arm reckte sich hoch und sie bekam mit Mühe die Brille zu fassen, die er trug. Während sie nach Atem rang schaffte sie es, den Bügel abzubrechen und drehte ihn in der Hand. Sie mobilisierte all ihre Kräfte und......
….der Arm wurde förmlich von ihr weggerissen. Monique raste dem Boden entgegen. Sie rang nach Luft und konnte sich gerade noch mit den Händen abfangen, während hinter ihr ein leises Röcheln zu hören war. Das war knapp! Sie ließ sich keine Zeit und stand wieder auf, wobei sie die Gofle wieder an sich nahm. Sie atmete immer noch schwer, als sie stand. Sie bekam Angst. Warum spürte sie Angst?
„Ihr seid Krieger! Ihr seid die Waffen der Gerechtigkeit! Angst ist ein Fremdwort! Streicht es aus euren Wortschatz! Es existiert nicht!“
Sie befestigte ihre Gofle wieder und nahm stattdessen das Katana zur Hand. 'Ich DARF nicht versagen!' Ihr Blick wurde stahlhart und sie verließ den Trakt. Entschlossen ging sie auf die gegenüber liegende Tür zu und öffnete diese, aber dieses mal weniger vorsichtig. Licht schlug ihr entgegen und sie schob das Nachtsichtgerät wieder hoch. Zwei schwarz gekleidete Männer stürmten ihr entgegen.
Sie packte ihr Schwert fest mit beiden Händen und noch ehe der erste an sie heran konnte verharrte er mitten in der Bewegung, als die Klinge ihm von schräg oben nach unten die Vorderseite aufschlitzte. Sie starrte fasziniert auf die Wunde, die sie hinterlassen hatte. Sie roch das Blut, das auf sie spritzte. Dieser Geruch. So vertraut. Aber woher?
Ihre Pupillen weiteten sich aufs Maximum. Ohne sich dessen bewusst zu sein wurde ihre Mimik eiskalt. Das alles spielte sich binnen weniger Sekunden ab, dann brach er vor ihr zusammen. Eine Klinge sauste auf sie zu. Nur noch rein Instinktiv duckte sie sich und im nächsten Moment steckte ihre Klinge in seinem Leib. Sie riss das Katana hoch und es knackte hässlich, dann zog sie es wieder heraus. Sie sah sich gar nicht mehr um. Ihr Ziel musste in unmittelbarer Nähe sein! Draußen waren Schüsse zu hören.
Sie fand sein Schlafzimmer. Der alte Mann stand zitternd im Schlafanzug in der hintersten Ecke des Zimmers. „Ich....ich bin reich! Sag....sag mir eine Summe! E..egal welche, ich zahle dir alles! Ich gebe dir alles, was du -“ Weiter kam er nicht. Monique war gar nicht fähig, ihm zuzuhören. Immer noch mit diesen eiskalten Gesichtsausdruck sauste die Klinge von oben auf ihn herab und noch mehr Blut spritzte auf sie. Der Mann zuckte noch, als er auf dem Boden aufschlug.
*****
Einige Minuten stand sie schwer atmend da. Die Arme hingen seitlich herab, das Katana hielt sie in der rechten Hand. Der eiskalte Gesichtsausdruck verschwand. Die Pupillen normalisierten sich und sie hob den Kopf an. Sie sah die Leiche auf dem Boden liegen, das viele Blut. Sie blinzelte. Dann sah sie entsetzt wieder die Leiche an. Sie wirbelte herum und stürzte aus dem Zimmer raus.
Sie stolperte über die anderen beiden. Sie bekam Panik. Wie konnte sie nur! Was hatte sie getan!?! Ihr wurde übel und kurz darauf übergab sie sich neben den Leichen. Sie wurden nicht zersetzt! Warum zersetzten sie sich nicht?! Mit schreckens geweiteten Augen sah sie wieder auf die Leichen. „So zersetzt euch doch endlich! Löst euch auf! Jetzt sofort!!! Biitteeee!“ Verzweifelt rüttelte sie an den Leichen, während ihre Stimme tränenerstickt versagte.
Stille. Die Körper lagen weiter da und nichts geschah. Tränen tropften auf einen der beiden. 'Ich habe gemordet!! Ich habe sie ermordet!!!' Schock nach dieser Erkenntnis. Sie wurde bleich im Gesicht. Leichenblass. 'Warum?!' Niemand hatte ihr gesagt, das sie nicht reclaimen werden! Raus! Raus hier! Weg! Schnell weg! Ihre Beine versagten. Sie zitterte am ganzen Körper. Sie fühlte Angst. Angst wovor!?! Abscheu. Wovor!?!
Draußen fielen immer noch jede Menge Schüsse, aber das hörte sie nur aus weiter Ferne. Sie fühlte die Angst, die Abscheu. Aber auch die Betäubung durch den Schock. Ihr Herz raste. Sie hörte es. Überdimensional laut. Plötzlich wurde sie hochgerissen. „Los, wir müssen verschwinden!“ Der Fixer aktivierte ein Programm und kurz darauf befanden sich beide im Grid.
Nur noch ein Gedanke beherrschte Monique: 'ich habe sie alle ermordet.....ich habe sie alle ermordet....ich habe sie alle ermordet......'
Geändert von Alexiel Nightw. (25-06-2009 um 14:29 Uhr).
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